Smarte Heizungssteuerung

Nehmen wir ein Büro an einem Freitagabend.

Die Kaffeemaschine ist aus, die letzten Bildschirme sind dunkel. Jemand schliesst die Fenster, löscht das Licht und dreht den Schlüssel im Schloss. Bis Montag kommt niemand mehr.

Im Sitzungszimmer bleibt es angenehm warm.

Vielleicht ist das so eingestellt und nötig. Vielleicht läuft die Heizung aber auch nach einem Zeitplan, den seit Jahren niemand mehr angeschaut hat. Oder es gibt gar keinen.

Beim Abschliessen fällt das kaum auf. Wer kontrolliert zum Feierabend schon jeden Heizungsregler?

Genau solche Alltagssituationen stehen hinter unseren neuen Cadec Smart Thermostaten. Sie ermöglichen, Räume einzeln zu regeln und Heizzeiten an ihre Nutzung anzupassen. Zusammen mit TeleButler lassen sich die eingebundenen Räume über eine gemeinsame Oberfläche bedienen.

Wie das zusammenspielt, zeigen wir neu auch direkt vor Ort. Unser Aussendienst hat dafür einen Musterkoffer dabei. Darin liegen die Thermostate, Sensoren und weiteren Komponenten, über die wir sonst sprechen.

Denn spätestens bei der Frage «Und wie würde das bei uns funktionieren?» hilft es, die Geräte einmal vor sich zu haben.

Ein Sitzungszimmer hat andere Präsenzzeiten als der Empfang

Am Empfang sitzt morgens bereits jemand, während das Sitzungszimmer erst nach dem Mittag gebraucht wird. Im Schulhaus beginnt die Ferienwoche. In der Ferienwohnung reist die nächste Familie erst am Freitag an.

Für Menschen sind diese Unterschiede selbstverständlich. In der Heizungssteuerung müssen sie erst einmal hinterlegt sein.

Über passende Zeitprogramme lässt sich festlegen, wann ein Raum welche Temperatur haben soll. Regelmässige Abläufe müssen dann nicht jeden Tag von Hand nachgestellt werden. Ändert sich die Nutzung, können die Einstellungen angepasst werden.

Dabei gehört auch die Reaktionszeit der Heizung zur Planung. Eine Bodenheizung wird nicht in dem Moment warm, in dem die ersten Mitarbeitenden ihre Jacken ausziehen. Sie braucht Vorlauf. Wie viel, hängt vom Gebäude und vom Heizsystem ab.

Deshalb schauen wir auf den tatsächlichen Tagesablauf: Wann kommen die Menschen? Welche Räume bleiben länger ungenutzt? Und wo muss die Temperatur möglichst gleichmässig bleiben?

Was die neuen Smart Thermostate übernehmen

Ein Thermostat misst die Temperatur im Raum und regelt die Wärme entsprechend der Einstellung. Auch ein herkömmlicher Regler kann die Temperatur halten. Die Frage ist, wie einfach sich diese Einstellung an wechselnde Abläufe anpassen lässt.

Mit den neuen Cadec Smart Thermostaten wird die Raumregelung Teil des TeleButler-Systems. Jeder eingebundene Raum kann seine eigene Temperatureinstellung erhalten. Dazu kommen bedarfsgerechte Zeitprogramme und die Bedienung über App oder PC-Portal.

Die Thermostate zeigen zudem die Luftfeuchtigkeit an. So haben Sie neben der Temperatur einen weiteren Wert zum Raumklima im Blick.

Heizen und Kühlen sind ebenfalls vorgesehen. Ob die Kühlfunktion in einem Gebäude genutzt werden kann, hängt allerdings von der vorhandenen Anlage ab. Ein neuer Thermostat allein macht aus einer gewöhnlichen Heizung noch keine Kühlung.

Für den Alltag bedeutet die Einzelraumregelung beispielsweise: Das Büro kann anders eingestellt werden als der Empfang. Eine Änderung im Sitzungszimmer muss nicht automatisch für das ganze Stockwerk gelten.

Mehr über die Einsatzmöglichkeiten finden Sie bei unseren Lösungen für digitales Heizen.

Die nächste Änderung geht auch vom Schreibtisch aus

Bleiben wir beim Sitzungszimmer. Die Besprechung am Freitag fällt aus. Dafür wird der Raum am Samstagvormittag gebraucht.

Mit einer festen Einstellung am Regler müsste jemand daran denken, vor Ort nachzustellen. Über die TeleButler App und das PC-Portal können die eingebundenen Räume zentral bedient und die Einstellungen auch aus der Ferne angepasst werden.

Das ist vor allem dann hilfreich, wenn sich jemand um mehrere Räume kümmert. Oder um eine Ferienwohnung, die nicht fünf Minuten entfernt liegt.

Sie können nachsehen, welche Temperatur im Raum gemessen wird, und die gewünschte Einstellung ändern. Für den regulären Wochenablauf bleiben die eingerichteten Zeitprogramme zuständig.

So muss eine spontane Änderung nicht gleich eine zusätzliche Fahrt oder eine Runde durchs Gebäude auslösen.

Warum bei der Nachrüstung auch der Funkweg zählt

Bis hierhin klingt vieles nach einer Frage der Bedienung. In einem bestehenden Gebäude kommt aber schnell eine ganz praktische Frage dazu: Wie gelangen die Daten vom Raum zur Steuerung?

Neue Leitungen durch bewohnte Zimmer zu ziehen, ist schliesslich kein besonders beliebtes Wochenendprojekt.

Eine Möglichkeit für die drahtlose Übertragung ist LoRaWAN. Die Funktechnologie ist für kleine Datenmengen und einen geringen Energieverbrauch ausgelegt. Dazu gehören beispielsweise Temperaturwerte oder Angaben zur Luftfeuchtigkeit.

Das ist für Sensoren interessant, die über längere Zeit mit einer Batterie arbeiten sollen. Wie lange eine Batterie tatsächlich hält, hängt vom Gerät und seinem Einsatz ab.

Funk kann den Aufwand für zusätzliche Datenleitungen reduzieren. Welche Verbindung vor Ort zuverlässig funktioniert, wird anhand des Gebäudes und der Einbauorte geprüft. Eine pauschale Reichweitenangabe ersetzt diese Prüfung nicht.

Zur Orientierung: Auch ein grosses Einfamilienhaus mit drei Etagen lässt sich mit der Funklösung problemlos abdecken.

Zur Planung gehört ausserdem die Anbindung für den Fernzugriff. Die Funkverbindung der Geräte und der Zugriff per App sind unterschiedliche Teile des Systems. Welche Kombination passt, hängt von der gewählten TeleButler-Lösung ab.

Auf unserer Seite zu TeleButler und LoRaWAN erklären wir die Funktechnologie näher.

Muss dafür die bestehende Heizung raus?

Die Heizungssteuerung zu erneuern bedeutet nicht automatisch, die ganze Heizung zu ersetzen.

Cadec bietet Lösungen für unterschiedliche Ausgangslagen, darunter Radiatoren sowie hydraulische und elektrische Bodenheizungen. Entscheidend ist, wie die vorhandene Anlage aufgebaut ist und welche Komponenten angesteuert werden müssen.

Bei Radiatoren geht es beispielsweise um passende Ventile und Stellantriebe. Bei einer Bodenheizung schauen wir auf den Heizverteiler, die Heizkreise und die vorhandenen Raumthermostate.

Fehlt bisher ein Raumthermostat, heisst das nicht, dass eine Einzelraumregelung ausgeschlossen ist. Dafür gibt es ebenfalls Nachrüstlösungen. Die passende Ausführung ergibt sich aus der bestehenden Installation.

Auch wenn in einem Gebäude verschiedene Heizsysteme zusammenkommen, können diese je nach Aufbau in eine gemeinsame Bedienung eingebunden werden. Was dafür nötig ist, lässt sich anhand der Anlage klären.

Konkrete Ausgangslagen haben wir im Beitrag zur Nachrüstung einer Bodenheizung beschrieben.

Und dafür steht jetzt ein Koffer auf dem Tisch

Wer all das liest, kann sich unter einer zentralen Steuerung vermutlich etwas vorstellen. Wie gross ein Thermostat ist, was auf seinem Display steht und welche weiteren Geräte dazugehören, bleibt auf Papier trotzdem abstrakt.

Unser neuer Musterkoffer enthält deshalb aktuelle Smart Thermostate, Sensoren, Mastergeräte und weitere Komponenten. Er begleitet den Aussendienst und macht die Produkte vor Ort zugänglich.

Sie können die Geräte anschauen, in die Hand nehmen und Ihre Fragen direkt am Beispiel stellen. Wo würde dieses Thermostat bei uns sitzen? Was gehört in den Heizverteiler? Was sehen wir später in der App?

Dabei lässt sich auch unterscheiden, was für Ihr Gebäude nötig ist und welche Möglichkeiten für Sie gar keine Rolle spielen.

Der Koffer ersetzt die Prüfung Ihrer Anlage nicht. Er hilft aber, über dieselben Dinge zu sprechen. Aus dem Wort «Raumregelung» wird ein Gerät, das vor Ihnen liegt. Aus «zentraler Bedienung» wird eine Anwendung, die sich zeigen lässt.

Vielleicht beginnt das Gespräch also beim Display eines Thermostats. Und landet beim Sitzungszimmer, das seit Jahren jeden Samstag mitgeheizt wird.

Häufige Fragen zu Smart Thermostaten und zur Nachrüstung

Kann ich Smart Thermostate nachrüsten, obwohl meine Heizung älter ist?

In vielen Fällen ja. Entscheidend sind die vorhandene Regelung, die Anschlüsse und die Komponenten, die angesteuert werden sollen. Das Alter allein schliesst eine Nachrüstung nicht aus. Cadec prüft, welche Lösung zur bestehenden Anlage passt und welche Teile weiterverwendet werden können.

Funktioniert die Raumregelung auch mit einer Bodenheizung?

Ja, Cadec bietet Lösungen für hydraulische und elektrische Bodenheizungen. Je nach Installation werden vorhandene Raumthermostate ersetzt oder die Regelung wird über den Heizverteiler ergänzt. Die Heizzeiten müssen zur langsameren Reaktion einer Bodenheizung passen. Ein kurzer Besuch und eine mehrtägige Abwesenheit verlangen deshalb nicht dieselbe Einstellung.

Muss ich neue Kabel verlegen oder überall WLAN haben?

Nicht zwingend. Funklösungen können zusätzliche Datenleitungen zu den Räumen vermeiden. Die Geräte kommunizieren über das Cadec-Subsystem LoRaWAN miteinander. WLAN in jedem Zimmer ist dafür nicht erforderlich. Welche Stromversorgung und welche Anbindung für den Fernzugriff erforderlich sind, hängt von der gewählten Systemvariante und den vorhandenen Anschlüssen ab.

Erkennt ein Smart Thermostat selbst, ob ein Raum leer ist?

Aus der Raumtemperatur allein lässt sich die Belegung nicht erkennen. Für die hier beschriebene Steuerung werden passende Heizzeiten und Solltemperaturen eingerichtet. Bei Änderungen passen Sie die Einstellungen an. Für eine automatische Anwesenheitserkennung müsste das System um zusätzliche Komponenten ergänzt werden

Wird die Ferienwohnung sofort warm, wenn ich die Temperatur per App erhöhe?

Nein. Der Fernzugriff erspart Ihnen den Weg zum Regler, aber nicht die Aufheizzeit. Diese hängt unter anderem von Heizsystem, Gebäude und Ausgangstemperatur ab. Besonders eine Bodenheizung braucht Vorlauf. Das Vorheizen sollte deshalb rechtzeitig vor der Ankunft beginnen.

Kann ich mit den neuen Thermostaten im Sommer auch kühlen?

Ja, sofern die angeschlossene Anlage zum Kühlen geeignet und entsprechend eingebunden ist. Die Thermostate sind für Heizen und Kühlen vorgesehen. Eine reine Heizungsanlage erhält durch den Austausch des Thermostats jedoch keine Kühlfunktion. Die Voraussetzungen werden bei der Planung geklärt.

Wie viel Energie spare ich mit einer smarten Heizungssteuerung?

Das hängt vor allem davon ab, wie bisher geheizt wird, wie lange Räume ungenutzt bleiben und welche Temperaturen benötigt werden. Wer lange Abwesenheiten bisher nicht berücksichtigt, hat eine andere Ausgangslage als ein bereits gut geregeltes Gebäude. Eine feste Einsparung für jedes Objekt lässt sich daraus nicht ableiten. Bei Ferienwohnungen sind Einsparungen von bis zu 60 % möglich.

Was kostet die Nachrüstung und gibt es laufende Kosten?

Für eine Kostenschätzung braucht es Angaben zur bestehenden Anlage, zur Anzahl der Räume und zum gewünschten Funktionsumfang. Zur Anschaffung können Installation, Einrichtung und je nach gewählter Lösung laufende Service- oder Verbindungskosten kommen. Die Offerte sollte diese Positionen getrennt ausweisen, damit sich die Gesamtkosten beurteilen lassen.

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